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20 Jahre DAFI

Über 300 Bewerbungen sind für 2013 eingagangen Über 300 Bewerbungen sind für 2013 eingagangen Foto: UNHCR
„Jeder hat ein Recht auf Bildung“

pm - Auf Einladung von Botschafter Dr. Horst Freitag feiern am 26. November Vertreter von DAFI (Deutsche Akademische Flüchtlingsinitiative Albert Einstein), UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees), Stipendiaten und Alumni das 20-jährige Bestehen des DAFI- Stipendienprogramms.
Das Programm gewährt Flüchtlingen finanzielle Unterstützung bei einem Studium und verpflichtet sich damit in erster Line Art. 26 der VN-Menschenrechtskonvention. Die Konvention besagt, dass jeder Mensch das Recht auf Bildung hat und dass „die höheren Studien allen nach Maßgabe ihrer Fähigkeiten und Leistungen in gleicher Weise offen stehen sollen“.


57 Mio. USD in 20 Jahren von der Bundesregierung
Die Finanzierung von DAFI erfolgt ausschließlich aus Mitteln der Bundesregierung. Das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) hat die administrative Durchführung übernommen. Bei der Auswahl der Stipendiaten ist zudem die jeweilige deutsche Botschaft vor Ort beteiligt. In den letzten 20 Jahren wurde eine Summe von 57 Mio. USD von der Bundesregierung für 6.000 begabte Flüchtlinge aus insgesamt 39 Ländern bereitgestellt. Die Förderzeit beträgt durchschnittlich drei bis vier Jahre, wobei die Höhe des Stipendiums ortsabhängig ist und die individuelle Flüchtlingssituation der Stipendiaten berücksichtigt wird.


Ausbildung zum Wohl der Herkunftsländer
Mit dem Stipendienprogramm möchte DAFI nicht nur die finanzielle Unabhängigkeit der Stipendiaten gewährleisten, sondern es sollen auch hochqualifizierte Fachkräfte für die jeweiligen Herkunftsländer ausgebildet werden. Bei der Stipendienvergabe werden daher insbesondere die Bedürfnisse und Berufschancen im jeweiligen Heimatland berücksichtigt. Im Idealfall sollen die Stipendiaten nach Beendigung ihres Studiums in ihr Heimatland zurückkehren und dort einen Beitrag zur Weiterentwicklung ihres Heimatlandes leisten. Andernfalls soll die Integration im Gastland mit dem akademischen Abschluss erleichtert werden. DAFI ist das einzige Programm, das Flüchtlingen Unterstützung bei einer akademischen Ausbildung anbietet.


Mehr als zwei Drittel der Fördermittel fließen nach Afrika
Für das Jahr 2012 hat die Bundesregierung einen Betrag von über 3,4 Mio. Euro bereitgestellt. Das Budget wird auf insgesamt 1356 Stipendiaten weltweit verteilt, wobei der größte Anteil (69%) auch in diesem Jahr wieder in und für Afrika verwendet wurde. In Südafrika erhalten zurzeit 24 Studentinnen und 25 Studenten ein DAFI- Stipendium. Die Stipendiaten stammen hauptsächlich aus der Demokratischen Republik Kongo, äthiopien, Somalia, Burundi, Ruanda und Simbabwe. Ihren Studienschwerpunkt haben sie in Medizin, Rechnungswesen, Pädagogik, Pharmazie, Ingenieurwesen, Pflegewesen, Mathematik, Volkswirtschaft, Biomedizin und den Wirtschaftswissenschaften.


Begehrte Stipendien
Der Erfolg des Programms zeigt sich nicht zuletzt auch in den zahlreichen Bewerbungen für das neue Studienjahr 2013. Über 300 Bewerbungen sind hierfür eingegangen. Insgesamt 14 Studentinnen und 15 Studenten – Flüchtlinge aus der Demokratischen Republik Kongo, Burundi, Somalia, Ruanda und Simbabwe – wurden ausgewählt.

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