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POST SCRIPTUM! Unwissende COVID Götter besetzen immer noch den Olymp in Südafrika

Polizeiminister Bheki Cele möchte Alkohol weiter verbieten Polizeiminister Bheki Cele möchte Alkohol weiter verbieten Foto: Facebook
Es ist Tag 90 in Südafrikas Lockdown, der sich auf alle Bereiche der Wirtschaft und private Haushalte auswirkt. Erst gab es Level 5, dann Level 4 und jetzt Level 3 mit seinem kleinen Bruder "Fortgeschrittener Level 3". Keine dieser Terminologien hat irgendwelche Wurzeln. Sie werden alle zusammen mit einem hingeschusterten Flickwerk von Unsinnsregeln en passant von den südafrikanischen COVID-Göttern erfunden.

Ein selbstberufener Kritiker aus Deutschland hat kürzlich kommentiert, dass meine Darstellung der „COVID-Götter-Saga“ einseitig und zu negativ ist, den Inhalt mit demagogischem Material der AfD verglichen und dass ihm das Feedback zur Gastronomie und die wirtschaftlichen Aussichten fehlen. Nun, Herr G, wenn Sie weiterhin eine rosa Brille tragen möchten, die das Land in seiner glorreichen Vergangenheit erstrahlen lässt, ist das Ihre Entscheidung, hat aber nichts mit der derzeitigen Realität zu tun.

Die Realität ist „live“ und spricht durch Fakten und Zahlen, die derzeit einseitig sind, da es keinen positiven Aspekt gibt, wie die Pandemie von den ideologisch verblendeten und ewig gestrigen Politikern, die sich selbst in die Kommandoebene katapultiert haben, gehandhabt wird.

Reality Check: Die Ministerin für kooperative Regierungsführung und traditionelle Angelegenheiten (Cooperative Governance and Traditional Affairs - COGTA), Nkosazana Dlamini-Zuma (NDZ), bietet keine Gründe, warum die Covid-19-Pandemie als nationale Katastrophe deklariert wurde. Auch die von ihr zitierte „wissenschaftliche Begründung“, auf die sich das Verbot des Verkaufs von Tabakerzeugnissen stützt, ist genausowenig verfügbar wie die Gründe, warum Alkoholverkäufe unter Level 3 Lockdown nun zulässig sind. Dies ist keine „Propaganda“, dies ist eine Tatsache und findet sich in den jüngsten schriftlichen Antworten von Dlamini-Zuma auf Fragen von Abgeordneten der Opposition, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden.

Wir erinnern uns nur zu gut daran, wie COVID-Göttin NDZ die Rechtfertigungen für das Rauchverbot herunterstotterte und erklärte, wie sich das „…Lecken der Zol Zigarettenblättchen…“ auf alle Südafrikaner ansteckend auswirkt. Aber das war zumindest eine Antwort. Antworten gibt es nun überhaupt nicht mehr. NDZ ähnelt immer mehr ihrem Ex-Ehemann, der sich derzeit krankschreibt, um sich der Verantwortung für Hunderte von Korruptionsvorwürfen zu entziehen. NDZ hat keinen Plan, keine Antworten und verheimlicht das nicht einmal.

Dies ist nicht das erste Mal, dass NDZ schriftlichen Fragen zum umstrittenen Tabakverbot ausweicht: Im vergangenen Monat verlangte der DA-Abgeordnete Dean Macpherson in einer schriftlichen Anfrage Informationen zu den Antworten einer öffentlichen Umfrage, die ihr Ministerium erhalten hatte.

Ihre Antwort lautete: „Die vom Herrn Abgeordneten angeforderten Informationen sind in der Abteilung nicht ohne weiteres verfügbar. Die Informationen werden dem Herrn Abgeordneten übermittelt, sobald sie verfügbar sind. Dies ist nun ihre Standardantwort auf alle Fragen im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie in Südafrika.

Dies ist in jeder Hinsicht, sei es im Hinblick auf die Verfassung oder im Hinblick auf ihre Verantwortung als zuständige Ministerin gemäß Sektion 3 des Katastrophenschutzgesetzes, nicht nur unzureichend, sondern auch gefährlich, illegal und rücksichtslos, da die Einschränkungen in den verschiedenen Stufen und die damit verbundenen Szenarien nicht nur die südafrikanische Wirtschaft bedrohen, sondern auch die individuellen Lebensgrundlagen von Millionen von Einwohnern.

Die Coronavirus-Pandemie ist eine ernstzunehmende Herausforderung für das Wohlergehen aller Menschen auf diesem Planeten und darauf muss reagiert werden. Jedoch nicht in dem Maße, in dem Ignoranz und blinder Aktivismus von „Möchtegern“ -Katastrophenmanagern die Pandemie in ihren Auswirkungen weit übertreffen und stattdessen zur wirklichen Bedrohung werden lassen.

Jetzt ficht NDZ das Urteil des High Court an, der alle Lockdown-Einschränkungen für verfassungswidrig erklärte. Sie wirft öffentliche Gelder und Arbeitszeit in einen Berufungskampf ein, der nur dazu dient, ihren Gott-ähnlichen Status zu rechtfertigen, aber nicht auf Begründungen oder empirischen Tatsachenfeststellungen beruht.

Im Gegenteil, ein Vergleich der Sperrbestimmungen Südafrikas mit denen der Rest der Welt zeigt, dass nur Botswana und eine Provinz in Indien einem Tabakverbot unterworfen waren. Der Rest der Welt hat keine diesbezüglichen Sanktionen erlassen oder folgen Kanada, das im Gegensatz zu Südafrika mit der Sicherstellung, dass Kanadier während ihres Lockdown weiterhin Zugang zu Alkohol, Nikotin und sogar Cannabis haben, auf COVID-19 reagierte. In Ontario durften Cannabis-Einzelhändler sogar Abhol- und Zustelloptionen anbieten!

Die Rechtfertigung von NDZ, dass sich 2 000 öffentliche Eingeben für das Verbot ausgesprochen hatten, war falsch. Sie verdreht die Tatsachen, das ist nicht nur irreführend, sondern auch höchst unethisch. Das hätte in jedem anderen Land das Ende einer politischen Karriere zu Folge….

Reality Check: Tatsächlich gab es nur 1 535 Eingaben, von denen 47,2% nichts mit Zigaretten zu tun hatten, 23,3% für die Aufhebung des Verbots waren und 29,6% wollten, dass das Verbot bestehen bleibt. Dies entspricht 500 Eingaben gegen die individuellen und verfassungsrechtlich garantierten Rechte von 11 Millionen Rauchern!

Gleiches gilt für das Alkoholverbot, das auf diesem Planeten nur in der grönländischen Hauptstadt Nuuk und in Aisne, einer Region im Norden Frankreichs, zu finden ist. Aber NDZ und Co-Aktivist Bheki Cele wissen alles besser, als sie ihre Agenda der Abstinenz ohne irgendwelche unterstützenden Fakten unerbittlich vorantrieben. Noch einmal das Gegenteil: Die Zahl der Fälle von häuslicher Gewalt unter Entzugserscheinungen, sprach für sich, aber zumindest wurde dieses Verbot (teilweise) aufgehoben. Wir sollten das fanatische Herumschimpfen des Polizeiministers ignorieren, der täglich mit der Wiedereinführung des Alkoholverbots droht und sogar seine Befugnisse bei der Beschlagnahme von Alkohol, der von Autofahrern transportiert wird, überschreitet.

Die COVID-Götter von Südafrika werden früher oder später untergehen, aber sie werden sicherlich auch als die „Götter des Unwissens“ in die Geschichte eingehen. Eine ganz besondere, neue Art, die hoffentlich niemals wieder einen politischen Wohnsitz im südafrikanischen „Olymp“ einnehmen werden!

 

Ralph M Ertner, Into SA Limited


 

 

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