Die Erlöse jedes Benefizkonzerts kommen je zwei medizinischen Hilfsprojekten zugute. Zum einen unterstützt das Orchester seit seinem Bestehen die Hugo-Tempelman-Stiftung, die im südafrikanischen Township Elandsdoorn die einzige Klinik für rund 160.000 Menschen sowie verschiedene soziale Projekte in den umliegenden Armensiedlungen betreibt. Der zweite Teil der Erlöse gehen an Hilfsprojekte, die in Bezug zum Gastland der jeweiligen Konzertabende stehen.
Gegründet wurde das WDO 2007 von Prof. Stefan Willich, Direktor des Instituts für Sozialmedizin der Berliner Charité, der das Orchester auch dirigiert. Willich, selbst ausgebildeter Violinist, Kammermusiker und Dirigent, bürgt für das hohe künstlerische Niveau seines Ensembles: Seine musikalischen Mitstreiter wählt er aus über 500 Bewerberinnen und Bewerbern, die neben ihrer medizinischen auch über eine hervorragende musikalische Ausbildung verfügen, aus.
Sie alle eint die Freude an der Musik. Doch geht es den ambitionierten LaienmusikerInnen, die ihre Unkosten für Reise und Unterkunft selber tragen, nicht um den künstlerischen Selbstzweck. Mit ihrem außergewöhnlichen Engagement setzen sich die MedizinerInnen ideell und finanziell dafür ein, eine von nationalen Grenzen und politischen oder wirtschaftlichen Interessen unabhängige medizinische Versorgung der gesamten Weltbevölkerung zu realisieren.
Mit seinen Benefizkonzerten verbindet das World Doctors Orchestra das Angenehme mit dem Nützlichen. So soll mit ihrem musikalisch-karitativen Engagement in einer breiten Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Notwendigkeit eines globalen sozialen Selbstverständnisses geschärft werden: Medizinische Versorgung ist ein Menschenrecht und Voraussetzung aller menschlichen Entwicklung.
Seinen furiosen Einstand feierte das World Doctors Orchestra im Mai 2008 mit einem Benefizkonzert in der Berliner Philharmonie. Auf dem Programm standen Donizettis Ouvertüre zu „Der Liebestrank“, die 9. Sinfonie von Dvocák und als Zugabe der „Ungarische Tanz“ von Brahms. Der aus Boston stammende Solist Peter Zazofsky unterstützte das Orchestra zudem bei Beethovens Violinkonzert. Dank der finanziellen Unterstützung durch Sponsoren konnten die Erlöse des Konzertabends – rund 11.000 Euro - vollständig an die Hugo-Tempelmann-Stiftung und das Hilfswerk Indien weitergegeben werden.
Vom 7. bis 12. Februar 2012 ist das Orchester erstmals in Südafrika unterwegs. Die Erlöse der Konzerte in Kapstadt, Johannesburg und Elandsdoorn kommen der in Elandsdoorn tätigen und von der Hugo-Tempelman-Stiftung geförderten Ndlovu Care Group zu gute. Auf dem Programm stehen Werke bekannter südafrikanischer Komponisten: Das Auftragswerk „The Healing Melody“ von Peter Klatzow und Allan Stephensons Concertino Pastorale für Klarinette und Orchester mit Solistin Maria du Toit, Soloklarinettistin des Cape Philharmonic Orchestra und eine der führenden Solisten in Südafrika. Der Ndlovu Youth Choir, entstanden aus der integrativen sozialen Arbeit der Ndlovu Care Group und der Hugo-Tempelman- Stiftung im Township Elandsdoorn, tritt heute mit vielen nationalen und internationalen Künstlern zusammen auf. Chordirektor Ralf Schmitt arrangierte traditionelle afrikanische Musik eigens für den gemeinsamen Auftritt mit dem World Doctors Orchestra.
Und das sind die Termine in Südafrika:
Donnerstag, den 9. Februar in Kapstadt, Baxter Theater Center
Samstag, den 11. Februar in Elandsdoorn, im Miracle Theater (das erste Theater in einem Township)
Sonntag, den 12. Februar in Johannesburg, im Linder Auditorium




















