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In 111 Tagen von Würzburg ans Kap der Guten Hoffnung

Am Ziel: Das Kap der Guten Hoffnung Am Ziel: Das Kap der Guten Hoffnung Fotos: Dier Schneider
Auf seiner Reise durch 17 Länder hat Dieter Schneider nach 20.062 km auf dem Motorrad Kapstadt erreicht. Im Interview erzählt er von seinem Abenteuer.

JHM - Dieter Schneider (56) aus Würzburg verkaufte seine Werbeagentur vor zwei Jahren. Seitdem ist er freischaffender Berater für Marketing und Sales. Seit 28 Jahren ist der passionierte Motorradfahrer verheiratet und hat eine Tochter. Vor gut einem Jahr ist sein Sohn im Alter von 23 Jahren gestorben.

Kap Express: Was hat dich bewogen, die Strapazen auf dich zu nehmen?
Dieter Schneider: Es war seit meiner Jugend der Traum einmal eine ganz große Tour mit dem Motorrad zu machen. Die Motive für Transafrika sind vielfältig: Abenteuerlust, Zigeunerblut, Trauerverarbeitung und die Neugier die Komplexität des Kontinents zu erfahren.

Kap Express: Was waren die grössten Herausforderungen während der Vorbereitung?
Dieter Schneider: Da mir die meisten meiner Freunde davon abrieten, habe ich mich sehr intensiv vorbereitet. Ich habe fast alle Reiseberichte gelesen bis hin zu den Reisewarnungen des Auswärtigen Amts in Deutschland. Von der Durchfahrt des Sinais wurde mir abgeraten. Der Sudan sei gefährlich und Äthiopien unberechenbar. Mein Motorrad wurde von meiner Werkstatt Afrika-tauglich gemacht. In Tel Aviv war der Reifenwechsel geplant und durchgeführt.

Kap Express: Beschreibe kurz die Route und warum diese Route gewählt hast.
Dieter Schneider: Die Landschaften, Wildlife, die Nationalparks etc. hat mich an Ostafrika gereizt. Von Tansania durch Zambia nach Namibia bin ich zur Südwestküste. Leider musste ich dadurch Malawi und Mozambik auslassen. Die Wüsten Namibias haben mich dafür entschädigt.

Kap Express: Erzähle von den grössten Schwierigkeiten auf der Reise.
Dieter Schneider: Die Grenzen in Äthiopien und Uganda haben mich Zeit und Nerven gekostet. Für die korrupten Grenzbeamten war ich ein gefundenes Fressen auf zwei Rädern. Auf den Straßen in Ostafrika musste ich auf die Schlaglöcher aufpassen. Außerdem findet das Leben dort auf und an der Straße statt. D.h. man fährt mit dem Motorrad mitten durch.

Kap Express: Das schönste Erlebnis auf der Reise?
Dieter Schneider: Das Wildlife in Kenia, Tansania und Botswana haben mich beeindruckt. Genauso das Schwimmen mit Delphinen auf Zanzibar. Das Hochland in Äthiopien war für mein Motorrad und mich ein Highlight. Die Begegnungen mit Menschen haben mich geprägt.

Kap Express: Was gefällt dir besonders am Ziel Südafrika/Kapstadt?
Dieter Schneider: Der erste Eindruck ist überwältigend. Die Landschaft ist atemberaubend. Der Lebensstandard ist hoch. Das Klima ist perfekt und der Wein schmeckt hervorragend.

Kap Express: Wie wird dein Alltagsleben nach der Reise aussehen? Hat die Reise dich verändert? Was passiert mit dem Motorrad nach der Reise?
Dieter Schneider: Ich verschiffe das Motorrad nach Hamburg. Danach mache ich es fit für den Sommer in Deutschland. Ich selbst werde mich beruflich neu orientieren. Auf der Reise, und 300 Stunden unterm Helm, hatte ich genug Zeit mir über meine Zukunft klar zu werden.

Kap Express: Was kannst Du Leuten, die eine ähnliche Tour planen mit auf den Weg Geben?
Dieter Schneider: Lass Dir von anderen keine Angst machen. Nicht das Ankommen ist entscheidend sondern das Abfahren!

Kap Express: Vielen Dank für das Interview!

 

Hier ist der Link zum ausführlichen Reisebericht:

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